Einen Namen zu erfinden kling zuerst kinderleicht, ist dann aber doch ein schwieriges unterfangen. Jedes Kind braucht einen Namen, ebenso ein neues Projekt, egal ob du nun einen neuen Blog erstellen, eine Domain beantragen, eine Firma gründen, eine Marke abgrenzen oder ein Produkt erfinden möchtest. Es liegt in der Natur des Menschen, bzw. der Sprache, das wir Dinge bezeichnen und so fest mit einem Namen verknüpfen. Dein Projekt und sein Name werden zukünftig dauerhaft mit einander verknüpft sein, viel mehr noch wird der Name auch den Erfolg maßgeblich mit steuern.

Eigenschaften guter Namen

Bevor du dich ziellos auf die verzweifelte Suche nach dem richtigen Namen für dein Projekt zu machen, wollen wir uns zuerst einmal in der Markenlandschaft orientieren. Denn bereits wenn man sich Listen mit erfolgreichen Marken anschaut, fällt dir auch die Beschaffenheit der Namen auf. Es gibt hier mit Sicherheit keine Erfolgsgarantie, aber scheinbar so etwas wie eine geheime Formel für erfolgreiche Namen. Erfolgreiche Markennamen sind in der Regel eher kurz, recht einfach und oftmals sehr präzise. Diese drei Grundeigenschaften sollten auch für deinen neuen Namen gelten.

Namen und Domains vergriffen

Namen mit guten Eigenschaften sind rar geworden und auch entsprechende Domains sind kaum mehr zu bekommen. Wie soll man da noch einen eigenen Namen finden?

Kunstnamen im Trend

In den letzten Jahren zeichnet sich ein neuer Trend zu Kunstnamen ab. Ein Kunstname ist ein komplett neues Wort, welches noch nicht bis wenig gebraucht wird und dem noch keine rechte Bedeutung zugewiesen wurde. Das klingt zuerst ein wenig merkwürdig, aber zahlreiche Konzerne, wie google, yahoo, lycos, youtube, dawanda oder ebay haben es uns bereits vorgemacht. All diese Begriffe hatten vor einigen Jahren noch keine Bedeutung und heute verbinden wir sie alltagssicher mit dem Konzern oder Produkt.

Brainstorming und Mindmap

Bei der Namensfindung beginnst du mit Zettel und Stift. Starte ein kleines Brainstorming und notierst dir alles was dir zu deinem Projekt, deinen Zielen, deine Zielgruppe und deinem Projekt einfällt. Das Ganze soll keine Todo Liste werden, sondern dein Vorhaben inhaltlich gut beschreiben. Wenn du einige Begriffe gesammelt hast, kannst du hieraus eine Mindmap bilden und ähnliche oder verwandte Begriffe ergänzen.

Schüttelwörter

Nun kannst du zuerst versuchen mit verschiedenen Begriffen neue Worte zu bilden, indem du bestehende Wörter in Silben zerlegst und neu zusammen setzt, einzelne Buchstaben weglässt, dazu tust oder ersetzt. Spiele ein wenig herum und lass deiner Fantasie freien Lauf. Wenn dich das ein oder andere Wort anspricht, aber noch nicht überwältigt, solltest du es vielleicht notieren und anschließend die notierten Wörter erneut kombinieren.

Wortgeneratoren

Solltest du so nicht weiter kommen oder unter akutem Ideenmangel leiden, kannst du einen Wortgenerator zu Rate ziehen. Dazu kannst du einfach die Begriffe Wortgenerator, word generator oder name generator in deine Suchmaschine eingeben und verschiedene Tools ausprobieren. Alle diese Tools erzeugen Wörter, aber oft auf sehr unterschiedliche Weise und man kann die Ergebnisse auch teilweise durch verschiedene Vorgaben beeinflussen. Nützlich sind aber auch Generatoren für Rollenspiele, die eigentlich zur Erzeugung von bestimmten Charakternamen gedacht sind.

Alte Wörter, andere Sprachen und Dialekte

Jede Sprache verändert sich im Laufe der Zeit und häufig sterben dabei Wörter aus, die nur noch selten oder nicht mehr genutzt werden. Außerdem bieten auch Dialekte eine große Vielfalt an Variationen für Wörter, die dir eine Inspiration sein können. Ebenso lohnt ein Blick in andere Sprachen bei der Namensfindung.

Namen prüfen

Sobald du einen oder mehrere Namen gefunden oder erfunden hast, kannst du eine Art Top 10 Liste für dich erstellen. Nun gilt es die neuen Namen auf Herz und Nieren zu prüfen, denn der Name sollte nicht nur kurz, präzise und einfach sein, sondern auch noch möglichst ungenutzt. Prüfe daher die Verfügbarkeit von Domainnamen und Accountnamen in sozialen Netzwerken. Außerdem solltest du möglichst wenig relevante Ergebnisse in den Suchmaschinen zu deinem Namen erhalten und natürlich auch die entsprechenden Markenrechte prüfen. Erst wenn dein Name alle Tests bestanden hat, kannst du endlich erleichtert aufatmen.