Hier findest du die wichtigsten Auswahlkriterien für 3D-Drucker die dir dabei helfen den richtigen 3D-Drucker für dich und damit den besten 3D-Drucker für deine Bedürfnisse zu finden. Erfahre worauf du bei der Auswahl eines 3D-Druckers achten musst, damit du an der riesigen Auswahl unterschiedlicher 3D-Drucker nicht verzweifelst.

Welcher 3D-Drucker passt zu mir?

Bevor du jedoch damit beginnst Preise und technische Spezifikationen zu vergleichen, solltest du dir erst einmal dessen bewusst werden wofür du den 3D-Drucker genau benötigst. Natürlich zum 3D-drucken, aber was genau möchtest du denn drucken? Denn von der gewünschten Größe, dem bevorzugten Material und der erwarteten Beschaffenheit hängt die Auswahl des richtigen 3D-Druckers für deine Bedürfnisse ab.

Inspirationen für 3D-Druck Projekte

Vielleicht hast du ja schon eine lange Liste mit 3D-Druck Ideen die du nur noch etwas konkretisieren und mit ein Paar Informationen wie Größe und Material ergänzen musst. Wenn nicht kannst du ganz einfach Inspirationen auf Plattformen für kostenlose 3D-Druck-Modelle finden und eine solche Liste anlegen. Anschließend wird es dir viel leichter fallen zu prüfen, ob du deine 3D-Druck Projekte eher mit diesem oder mit jenem 3D-Drucker realisieren kannst.

Alternative zum eigenen 3D-Drucker

Wenn deine Liste für 3D-Druck Projekte trotz aller Recherche nur sehr kurz oder sogar leer bleibt, solltest du dein Vorhaben vielleicht generell überdenken. Denn ein 3D-Drucker kostet nicht nur Geld, sondern beansprucht auch viel Zeit in der man sich mit ihm beschäftigt um die Ergebnisse zu verbessern. Wer nur gelegentlich einen 3D-Druck anfertigen möchte, für den bieten sich 3D-Druck-Services oder Hobbywerkstätten an. So kann man seinen 3D-Druck gegen Bezahlung und Versand in Auftrag geben oder über einen Mitgliederbeitrag ein Gerät in der Hobbywerkstatt nutzen.

Auswahlkriterien für 3D-Drucker

Diese Auswahlkriterien für 3D-Ducker sollen die einen Überblick über die verschiedenen Ausführungen von 3D-Druckern verschaffen. Am Ende solltest du in der Lage sein anhand dieser Auswahlkriterien für 3D-Drucker den zu deinen Bedürfnissen passenden 3D-Drucker zu finden.

  • FDM 3D-Drucker oder SLA 3D-Drucker
  • Größe des Druckraums / Bauraums eines 3D-Druckers
  • Einfacher oder doppelter Duckkopf
  • Filamentgöße
  • Schichthöhe
  • Auflösung
  • Beheiztes Druckbett & geschlossener Druckraum
  • Druckgeschwindigkeit
  • Aufstellort des 3D-Druckers
  • Anschaffungskosten für 3D-Drucker

FDM 3D-Drucker oder SLA 3D-Drucker

Derzeit gibt es zwei verschiedene Varianten von 3D-Druckern, die komplett unterschiedliche Drucktechniken nutzen.

  • FDM (Fused Deposition Modelling) auch FFM () – Schmelzschichtung
  • SLA () auch SLS (Selektives Laserschmelzen) – Stereolitografie

FDM 3D-Drucker verarbeiten ein festes Filament das als Strang auf einer Spule liegt. Der Druckkopf zieht dieses Filament ein, erhitzt es bis zum fließenden Zustand und bringt es dann in Schichten (Layern) auf das Objekt auf. FDM 3D-Drucker sind am weitesten verbreitet, da das Filament mit einem Preis von ca. 25€/Kilogramm (Okt. 2018) relativ günstig ist. Allerdings sind selbst mit den besten Druckeinstellungen noch feine Linien der Schichten und von der Bewegung des Druckkopfes sichtbar. Diese Makel kann man durch eine entsprechende Nachbearbeitung beseitigen, allerdings wird das bei sehr kleinen und sehr detaillierten Objekten recht schwierig.

SLA 3D-Drucker verarbeiten flüssiges photosensitives Harz aus einem Tank. Das flüssige Harz wird über den Druckkopf von oben auf das Objekt gegeben und durch die gezielte Bestrahlung mit einem Laser härtet es an den gewünschten Stellen aus. SLA 3D-Drucker werden seltener und wenn dann eher im professionellen und industriellen Bereich eingesetzt, da die Harze mit einem Preis von ca. 150€/Liter (Okt. 2018) relativ teuer sind. Abgesehen davon müssen die fertigen Drucke noch in einer Chemikalie gewaschen werden und es entstehen mehr Verschleißteile am 3D-Drucker. Im Gegenzug entstehen hochwertige Modelle mit feinen Oberflächen, denen kaum anzusehen ist das sie aus dem 3D-Drucker kommen. Eine Nachbearbeitung der 3D-Modelle ist kaum nötig und gerade für sehr kleine Objekte mit sehr vielen Details vorteilhaft.

Die grundlegenden Unterschiede der FDM & SLA 3D-Druck Technik liegen also in der Qualität und dem verwendeten Material sowie dessen Kosten. Aus Kostengründen sollte man daher eher zu einem FDM 3D-Drucker greifen, es sei denn ein gezieltes Vorhaben lässt dies nicht zu. Wer beispielsweise perfekte Ergebnisse ohne Nachbearbeitung benötigt, sehr kleine Modelle mit vielen Details druckt oder mit besonderen Werkstoffen wie Metall, Keramik oder Glas arbeiten möchte benötigt einen SLA 3D-Drucker. Allerdings gibt es mittlerweile auch Filamente für FDM 3D-Drucker aus Verbundstoffen, sie bestehen dann aus einem Kunststoff (zB. PLA, ABS) und Metall, Holz oder anderem die ihrem Original kaum nachstehen. Grundsätzlich werden 3D-Druck Einsteiger schon allein aus Kostengründen mit einem FDM 3D-Drucker besser bedient sein.

Größe des Druckraums / Bauraums eines 3D-Druckers

Die Größe des Druckraums / Bauraums eines 3D-Druckers ist durch seine Bauform begrenzt und damit auch die Größe der 3D-Modelle die der 3D-Drucker drucken kann. Da der 3D-Drucker seinen Druckkopf in einem dreidimensionalen kartesischen Koordinatensystem bewegt wird der Druckraum mit den Variablen X-Y-Z angegeben, was nichts anderes als Breite-Tiefe-Höhe bedeutet.

Als 3D-Druck Anfänger stellt man sich nun die Frage „Wie groß sollte der Druckraum eines 3D-Druckers sein?“ Daraufhin erhält man meist die Empfehlung, das man sich am größten 3D-Modell orientieren soll, das man drucken will. Davon hat man jedoch noch keine Ahnung oder überzogene Vorstellungen und tendiert dazu sich den 3D-Drucker mit dem größtmöglichen Bauraum anschaffen zu wollen.

Es gibt allerdings gute Gründe sich einen 3D-Drucker mit dem kleinsten akzeptablen Bauraum anzuschaffen, denn:

  • Je größer der Druckraum eines 3D-Druckers ist, desto größer und schwerer ist der 3D-Drucker selbst und damit nimmt er auch einen größeren Stellplatz ein.
  • Entsprechend der Größe des 3D-Druckers müssen die einzelnen Bauteile mehr Leistung und Kraft aufbringen, was höhere Anschaffungskosten und einen höheren Stromverbrauch nach sich zieht.
  • Mit der Größe der 3D-Modelle wird es schwieriger die richtigen Druckeinstellungen zu finden und das ist eher ungeeignet für Anfänger.
  • Für größere 3D-Modelle müssen eine längere Druckzeit, ein höherer Verbrauch von Filament und der höhere Stromverbrauch berücksichtigt werden.

Wahrscheinlich bist du nun schon ein wenig schlauer, hast aber als 3D-Druck Anfänger noch immer keine Vorstellung von der idealen Größe des Druckraumes für den 3D-Drucker. Deshalb möchte ich dir pauschal eine Größe von 20cm für alle Dimensionen des 3D-Druckers empfehlen.

In dieser Größe lassen sich die meisten 3D-Modelle realisieren ohne das es für einen Anfänger zu schwierig wird, die Kosten für den 3D-Drucker explodieren oder Druckzeit, Stromverbrauch, Filamentverbrauch und Platzbedarf in die Höhe schnellen. Weiterhin bewegt sich der Druckraum der gängigsten 3D-Drucker in diesem Bereich, weshalb die meisten verfügbaren 3D-Modelle für 3D-Drucker in diesen Druckraum passen. Nebenbei bemerkt kann man mit der gängigsten Drucksoftware fast jedes Modell einfach drehen und wenden oder herunter skalieren bis es in den Druckraum passt. Größere 3D-Modelle wird man wenn überhaupt eher selten drucken wollen und dann kann man sie einfach in Einzelteilen zusammen fügen.

Einfacher oder doppelter Druckkopf

Die meisten 3D-Drucker haben einen einfachen Druckkopf mit nur einer Düse und können daher nur ein Filament gleichzeitig drucken. Das heißt der 3D-Drucker kann nicht ohne weiteres mitten im Druck selbständig das Filament, also die Farbe oder das Material wechseln. Als Alternative gibt es doppelte Druckköpfe die dann über zwei Düsen zwei Filamente verwenden so das der 3D-Drucker selbstständig zwischen diesen hin und her wechseln kann.

Grundsätzlich ist es so das die meisten fertigen 3D-Modelle einfarbig gestaltet sind. Sieht man vielfarbige 3D-Modelle wurden diese meist im Nachhinein bemalt. Soll ein Modell wirklich mehrfarbig gedruckt werden, dann handelt es sich meist um Einzelteile, die später zusammengesetzt werden. Nur in den seltensten Fällen wird wirklich mit zwei Farben gleichzeitig gedruckt.

Ein doppelter Druckkopf lohnt sich eigentlich nur, wenn man viel mit Stützmaterial arbeitet. Stützmaterial wird unter Teilen gedruckt die überhängen, also keinen direkten Kontakt zur Druckplatte haben und sich während des 3D-Drucks verformen oder abbrechen würden. Damit das Stützmaterial nach dem 3D-Druck nicht mühsam manuell entfernt werden muss druckt man es idealerweise mit einem anderen löslichen Material.

Weiterhin hat man auch die Möglichkeit mitten im 3D-Druck das Filament zu wechseln, wenn die Software des 3D-Druckers eine Option zum Pausieren des Drucks vorsieht. Dann gibt es noch die Möglichkeit den 3D-Drucker später mit einer Mischdüse oder mehreren Druckköpfen auszustatten, aber dazu muss man schon ein versierter Bastler sein. Ein normaler Anwender benötigt jedoch keinen doppelten Druckkopf und ein Anfänger erst recht nicht.

Filamentgröße

Für herkömmliche FDM 3D-Drucker wird Filament verwendet, das in einem Strang auf einer Spule liegt. Der Strang hat einen runden Querschnitt und ist in zwei Größen mit einem Durchmesser von 1,75 mm oder 2,85 mm erhältlich. Je nach 3D-Drucker passt nur die eine oder andere Größe in den Druckkopf. Generell gibt es hinsichtlich der Stärke des Filaments keine Unterschiede bei der Auswahl und Verfügbarkeit oder bei der Druckqualität oder Druckgeschwindigkeit. Das 1,75 mm Filament hat nur manchmal den Nachteil das es leichter bricht, was aber eher bei qualitativ minderwertigem Filament der Fall ist und daher zu vernachlässige ist.

Schichthöhe

Der 3D-Drucker zieht das 3D-Modell in dünnen Schichten von unten nach oben auf. Je dünner die einzelnen Schichten sind, desto feiner sieht die Oberfläche des Objektes aus. Es ist also erstrebenswert eine möglichst geringe Schichthöhe zu erreichen, weshalb mit der Schichthöhe des 3D-Druckers die kleinstmögliche Höhe einer Schicht angegeben wird. Damit gilt je kleiner die Schichthöhe, desto besser das 3D-Modell und damit auch der Drucker.

Die meisten FDM 3D-Drucker arbeiten mit einer Schichthöhe von 0,3mm bis 0,1mm, können aber mit Tuning und Geduld bis zu 0.05mm erreichen. Ein SLA 3D-Drucker arbeitet dagegen mit einer Schichthöhe bis 0,03mm, was auch die viel feineren Oberflächen der Ergebnisse erklärt.

Natürlich müssen mit einer geringeren Schichthöhe auch entsprechend mehr Schichten gedruckt werden, um ein 3D-Modell mit der gleichen Höhe zu drucken. Deshalb wird die Druckzeit immer länger je kleiner die Schichten sind. Man wählt daher spezifisch für das Modell die größte optisch vertretbare Schichthöhe. Außerdem kann Druckzeit gespart werden, wenn man für die Füllung eine schnellere Druckgeschwindigkeit einstellt, da hier im Gegensatz zu den Außenlinien kleine Fehler durch eine hohe Druckgeschwindigkeit nicht sichtbar sind.

Auflösung

Mit Auflösung meint man die horizontale Auflösung innerhalb einer Schicht, die durch die minimal mögliche Bewegung des Druckkopfes auf der X und Y Achse bestimmt wird. Auch hier gilt je kleiner die Auflösung, desto feiner ist die Oberfläche des Druckergebnisses.

Beheiztes Druckbett & geschlossener Druckraum

Je nach Material des Filaments benötigt man ein beheiztes Druckbett und sogar einen geschlossenen Druckraum. Damit der 3D-Druck reibungslos ablaufen kann muss die erste Schicht sicher auf dem Druckbett haften. Bei den meisten Filamenten kann man dies nur durch ein beheiztes Druckbett erreichen, weshalb dieses auch für einen Anfänger unverzichtbar ist. Einige wenige Filamente dürfen während des 3D-Drucks nicht auskühlen, damit die Schichten zuverlässig aneinander binden. Insbesondere in den höheren Schichten kann dies ein beheiztes Druckbett nicht mehr allein leisten, wenn der Druckraum nicht geschlossen und damit gleichmäßig warm bleibt. Ein geschlossener Druckraum ist für einen Anfänger nicht so wichtig und man kann sich diesen später auch noch mit einfachsten Mitteln selbst bauen, indem man den 3D-Drucker in eine Kiste oder einen Schrank einbaut.

Druckgeschwindigkeit

Viele 3D-Drucker werden mit einer außerordentlich hohen Druckgeschwindigkeit beworben, was diesen unwichtigen Punkt einem Anfänger häufig besonders wichtig erscheinen lässt. Dabei wird aber leider gern verschwiegen: Je höher die Druckgeschwindigkeit, desto geringer die Qualität. Wenn sich der Druckkopf beim 3D-Druck sehr schnell über das 3D-Modell bewegt hat das Filament sehr wenig Zeit zu erstarren. Damit ist die Gefahr sehr groß das noch nicht erstarrtes Filament nicht richtig platziert wird, nicht schnell genug anhaftet und deshalb vom Druckkopf wieder mitgerissen wird. Dies ist physikalisch in den Eigenschaften des Filaments begründet und damit eine unumgängliche Tatsache. Es geht also nur eines, schnell oder schön!

Aufstellort des 3D-Druckers

Je nach Aufstellort des 3D-Druckers solltest du Platzbedarf, Gewicht, Vibration, Geräuschentwicklung, Wärmeabgabe und Geruch berücksichtigen.

Der Platzbedarf des 3D-Druckers hängt wie schon erwähnt hauptsächlich von der Größe des Druckraumes ab. Außerdem muss noch die gerade zu verarbeitende Filament Spule möglichst oberhalb des 3D-Druckers aufgestellt werden. Im Laufe der Zeit werden sich auch noch weitere Spulen mit Filament, spezielle Werkzeuge und ein paar Ersatzteile ansammeln, die irgendwo gelagert werden müssen.

Das Gewicht eines 3D-Druckers ist grundsätzlich höher als erwartet, da beim 3D-Druck sehr viele Bauteile bewegt werden und der 3D-Drucker daher sehr stabil gebaut sein muss.

Aufgrund der bewegten Bauteile ist auch die Vibration des 3D-Druckers nicht unerheblich, weshalb auf eine entsprechend stabile und vielleicht sogar gedämpfte Stellfläche geachtet werden sollte.

Die hohe Wärmeabgabe des 3D-Druckers entsteht durch die Erwärmung des Filaments im Druckkopf und das beheizte Druckbett. Durch einen geschlossenen Bauraum kann man die Wärmeabgabe reduzieren, aber sie wird dennoch spürbar sein. Gerade wenn der Druckraum nicht geschlossen ist sollte die Umgebung nicht zu kühl oder zugig sein, damit das 3D-Modell während des 3D-Drucks in den oberen Schichten nicht zu sehr auskühlt.

Der Geruch beim 3D-Druck hängt vom verarbeiteten Material ab und ist daher sehr unterschiedlich. Manche Filamente (zB. ABS & Nylon) gasen bei der Verarbeitung stark aus und sollten der Gesundheit zu liebe nur gut belüftet verarbeitet werden. Dagegen riecht das häufig verwendete Filament PLA ganz leicht süßlich wie frisches Popcorn und kann bedenkenlos im geschlossenen Wohnraum verarbeitet werden.

Anschaffungskosten für 3D-Drucker

Die Anschaffungskosten für einen 3D-Drucker bewegen sich in einer scheinbar riesigen Preisspanne von 100€ bis 50.000€. Anhand der technischen Ausstattung kann man folgende Preisklassen für 3D-Drucker fest machen.

  • 3D-Drucker für Einsteiger: 100€ – 4000€
  • Professionelle 3D-Drucker: 3000€ – 10.000€
  • Industrielle 3D-Drucker: 10.000€ – 50.000€

Allerdings ist es viel sinnvoller in die Anwendertypen von 3D-Druckern zu unterscheiden und anhand dessen abzuschätzen welche Kosten für einen 3D-Drucker wahrscheinlich entstehen werden und welcher Typ 3D-Drucker eher zu empfehlen ist. Ordne dich einfach selbst ehrlich in eine der folgenden Kategorien ein und du erhältst eine realistische Vorstellung davon, was dein 3D-Drucker kosten wird.

Der Bastler kann sich für die Technik des 3D-Drucks begeistern und wird seinen 3D-Drucker einfach selbst bauen. Dafür stehen im Internet zahlreiche kostenlose Bauanleitungen für 3D-Drucker und passende freie Software für den 3D-Druck zur Verfügung. Es ist zwar etwas mühsam die einzelnen Bauteile und Materialien zusammen zu suchen, aber man kann sie günstig online bestellen und so bereits für unter 100€ einen einfachen 3D-Drucker selbst bauen. Als Alternative gibt es auch günstige fertige Bausätze für 3D-Drucker, die bereits alle Bauteile, eine Bauanleitung und die Software enthalten. Dabei kostet ein 3D-Drucker Bausatz für Einsteiger 150€ – 1000€ und der 3D-Drucker Bausatz für Profis 1500€ – 3500€. Man macht bei günstigen Bausätzen häufig Abstriche was Garantie und Service angeht. Im Gegenzug kann man Ersatzteile günstiger beziehen, einfach selbst Reperaturen und Veränderungen vornehmen und auf weit verbreitete Open-Source-Software zurückgreifen.

Der Kreative kann sich für die einzigartigen Möglichkeiten des 3D-Drucks begeistern. Da er weniger Geschick im Umgang mit Technik mitbringt wird er einen fertigen Plug&Play 3D-Drucker bevorzugen der bereits perfekt abgestimmt ist und ohne viele Fachkenntnisse funktioniert. Ein Einsteigergerät kostet dann 2000€ – 4000€ und ein Profigerät 3000€ – 10.000€. Dafür erhält er eine ausreichende Garantie und entsprechende Serviceleistungen in Form einer Kaufberatung oder bei technischen Problemen. Das Ersatzteile nur schwer selbst zu beziehen und dann relativ teuer sind wird ihn kaum stören, da er das Gerät ungern selbst repariert und lieber den kostenintensiven Reperaturservice des Herstellers in Anspruch nimmt. Auch andere Einschränkungen wie die Bindung an ein bestimmtes Filament oder eine bestimmte Software wird gern aktzeptiert wenn die Bedienung relativ einfach und unkompliziert ist.

Der Gewinnorientierte benötigt einen ganz bestimmten 3D-Drucker mit spezieller Ausstattung für ganz besondere Herausforderungen. Dabei spielen weniger Preis und Benutzerfreundlichkeit, sondern viel mehr Leistung und Zuverlässigkeit eine besondere Rolle. Deshalb lässt man sich gern von einem Spezialisten beraten und betreuen, der später auch alle Serviceleistungen abwickelt. Für ein Profigerät muss man 5.000€ – 10.000€ investieren und für ein industrielles Großgerät 10.000€ – 50.000€.

Wahrscheinlich wirst du dich von deinen Bedürfnissen her am ehesten in die Kategorie Bastler oder Kreativer einordnen und hast damit eine recht konkrete Preisvorstellung. Hüte dich jedoch unbedingt davor dich als Kreativer aus Kostengründen in die Kategorie des Bastlers einzuordnen. Die damit einhergehenden Anforderungen an das persönliche technische Verständnis sind nicht zu unterschätzen, weshalb du mit deiner Auswahl nicht zufrieden sein wirst.

Zusammenfassung: Auswahlkriterien für 3D-Drucker

In der folgenden Zusammenfassung möchte ich dir meine persönliche Empfehlung für den besten 3D-Drucker geben. Diese Empfehlung bezieht sich auf die Bedürfnisse der meisten 3D-Druck Anfänger. Es kann natürlich sein da du selbst ein paar individuelle Veränderungen vornehmen musst.

  • Drucktechnik: FDM-Drucker
  • Druckraum: 20cm in allen Dimensionen
  • Druckkopf: einfach
  • Filamentgröße: egal
  • Schichthöhe: (kleiner = besser)
    • FDM: 0,1mm
    • SLA: 0,03mm
  • Auflösung: (kleiner = besser)
    • FDM:
    • SLA:
  • Beheiztes Druckbett: ja
  • Geschlossener Druckraum: nein
  • Druckgeschwindigkeit: egal

Ich hoffe du hast nun einen groben Überblick über die verschiedenen 3D-Drucker bekommen und findest den passenden 3D-Drucker!